Mein kleiner digitaler Stress

Meine Vorsätze für dieses Jahr, erschienen mir, eigentlich, nicht so schwer. Weniger Stress und mehr Ruhe. Gar nicht so einfach. Ich befinde mich nämlich im digitalen Stress. Jetzt sagt natürlich, der ein oder andere, einfach abschalten. So einfach ist das aber gar nicht. Nehmen wir mal das Handy. Es könnten Freundinnen verärgert sein, weil man eine Nachricht nicht gelesen hat. Du gehst nicht zur Arbeit, um für einen kranken Kollegen einzuspringen, und, die Kinder kommunizieren auf diese Weise mit dir. Ein Ausschalten kommt also gar nicht infrage. Stumm schalten schon eher. Ich habe mir, noch nie, die Mühe gemacht, zu notieren, wie oft ich dieses Ding in der Hand halte. Auf jeden Fall, zu oft. Komischerweise vergisst man das Handy auch nicht zu Hause. Ich stehe eher ohne Schlüssel, als ohne Handy vor der Tür. Was wiederum, ganz schlau von mir ist. Auf diese Weise kann ich jemanden, mit Schlüssel anrufen, der mir die Tür öffnet. Das Handy ausschalten, geht also gar nicht, obwohl mir bewusst ist, wie viel Zeit es einem raubt. Mein erster Blick am Morgen ist der auf das Hand, könnte ja sein, dass jemand was von mir will. Wenn das nicht der Fall ist, nehme ich mir mein IPad zur Hand. An diesem Ding kann ich Stunden sitzen, und da beginnt wohl der größte Stress für mich. Die Zeit rast nur so davon, und für die wirklich wichtigen Dinge, bleibt hiervon nicht mehr genug übrig. Als ich noch kein Tablet hatte, war das nicht so. Ich musste jedes Mal meinen Laptop hervor holen, mit dem ich dann, am Küchentisch saß. Längst nicht so gemütlich, wie mit Tablet, liegend auf dem Sofa. Und dann haben sie einen im Griff. Die Social Media. Facebook, Instagram und Co. . Bei Facebook habe ich eine Pause eingelegt, allerdings  ging es sofort rüber zu Instagram. Dort bin, und bleibe ich auch. Mir sind da einfach sehr viele Menschen, wahnsinnig ans Herz gewachsen. Allerdings habe ich auch dort reduziert. Ich möchte nicht ständig dem perfekten Foto hinterher jagen. Diesen Sommer waren wir nur eine Woche in Stockholm. 500 Fotos. Davor das Jahr, drei Wochen Italien. Ich denke, ich muss nichts weiter sagen. Keine Frage, natürlich ist das besser, als damals, wo wir noch mit zwei 24er Kleinbildfilmen und Kamera bewaffnet losgezogen sind. Ging aber auch, und  48 Fotos hinterher zu zeigen, war schneller als 500. Wo ich so gar nicht von wegkomme, und auch momentan gar nicht will, ist Pinterest. Ich bin ein Pinner. 18,1 K Pinns. Wenn es einen eingebauten Zeit(fr)messer gäbe. Pinterest wäre an erster Stelle. Aber ich liebe es. Es ist meine Inspirationsquelle. Und ich bin da echt eisern. Irgendwie pinne ich immer, bis zum letzten gepinnten Pin. Bei zwei Tagen Pause, kommt da einiges zusammen. Zeit nämlich. Wohl oder übel muss ich auch da reduzieren. Es gab die Zeit, ohne dem Allen. Eine Zeit, ohne digitalem Stress und  eigentlich war sie gar nicht so schlimm. Gut, mir ist schon bewusst, ganz wird sie nie wieder kommen. Möchte ich auch gar nicht. Das gehört in unserer Zeit, einfach dazu. Allerdings kann ich es selbst lenken, und das werde ich weiterhin versuchen. Mal sehen, ob es klappt, oder wie alle Vorsätze scheitern wird 😉

  

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17 Kommentare zu „Mein kleiner digitaler Stress

  1. Liebe Mona,
    danke für deinen Besuch bei mir. Hab mich sehr gefreut. Ja, diese digitale Welt fordert schon ihre Zeit. Aber ohne, könnte ich es mir auch nicht mehr vorstellen.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende,
    liebe Grüße,
    Christine

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    1. Danke liebe Christine, ja, ohne geht es bei mir ja auch nicht. Ich werde aber versuchen mir freie Zeiten zu nehmen oder ich werde das Projekt Yoga in Angriff nehmen. Vielleicht ist Stress dann gar kein Problem mehr 🙂 war sehr gerne auf deinen Blog. Bis bald

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  2. Hallo Mona 😍 schön dich auch auf WordPress zu finden 💫💜 ich folge dir natürlich direkt 😊 mit dem digitalen Stress geht es mir genauso. Ich hab einfach die Benachrichtigung für Instagram und Pinterest aus gestellt, ich sehe also nur noch was es Neues gibt wenn ich die App öffne. Das mach ich meistens dann wenn ich etwas bestimmtes Suche oder Inspiration brauche😊 das funktioniert soweit ganz gut. Mit ein paar kleinen Ausnahmen (aber die bestätigen ja bekanntlich die Regel 😉)
    Liebe Grüße
    Katja (Illustrationfairy auf Instagram 😌)

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    1. Hallo Katja 😍 wie schön von dir zu hören! Bei Instagram schaue ich so zwei mal die Woche vorbei und versuche dann auch einiges zu liken. Ich sehe dann natürlich längst nicht mehr alles und das finde ich schade. Dann verpasse ich manchmal deine wunderschönen Illustrationen 🙁 Du musst da was draus machen! Die sind wirklich traumhaft! Momentan versuche ich mehr Zeit an der Nähmaschine zu verbringen oder irgendwas zu werkeln. Ich kann einfach nicht, nichts tun 😊
      Ganz liebe Grüße
      Mona 😘

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  3. Hi liebe Mona,

    erstmal vielen Dank für deinen Besuch auf meinem Blog. Ich habe mich sehr darüber gefreut und war dann neugierig zu sehen wer mir da so einen netten Kommentar hinterlassen hat! 🙂

    Ein spannendes Thema sprichst du an. Ich bin auch auf fast allen Kanälen vertreten (Facebook, Instagram, Pinterest, Google+, Tumblr, Twitter, etc.) aber eigentlich kam ich dazu nur wegen meinem Blog. Irgendwie denkt man, man müsste den Besuchern die ganze Bandbreite anbieten weil ja nicht alle bei den selben Social Media vertreten sind. Bei mir lief das nun auch fast 2 Jahre lang so und als wir letzten Dezember fast 4 Wochen nur noch quer durch Europa unterwegs waren und ich viel zu abgelenkt war um immer auf das Handy zu schauen habe ich es mir in dieser Zeit irgendwie abgewöhnt. Als ich dann wieder zu Hause war empfand ich es als sehr lästig. Ich habe nun seit Januar meinen gesamten Internet- und Handykonsum stark runtergeschraubt und schau einer an.. ich lebe noch! Und das sehr gut sogar ! Besser! 🙂

    viele liebe Grüße
    und weiterhin viel Spaß beim Bloggen
    Dana 🙂

    http://danalovesfashionandmusic.blogspot.de/

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    1. Vielen lieben Dank Dana, dass du vorbei geschaut hast. Ich werde es so halten, wie du 🙂 ganz weg wird nicht klappen, aber das möchte ich auch nicht. Und ich möchte mich nicht unter Druck setzen lassen. Man hat leider auf den ganzen Social Media Kanälen das Gefühl, man MUSS etwas dazu beitragen. Was natürlich völliger Quatsch ist. Auf Instagram habe ich angekündigt, kürzer zu treten. Die, die mich als Person mögen, werden mir treu bleiben und die anderen sollen halt gehen. Und meinen Blog, ich werde halt schauen was draus wird und ob ich überhaupt durchhalte. Nur keinen Stress 🙂
      LG Mona

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  4. Hallo Mona,
    ich habe mein Telefon im Stamina Modus, zusätzlich lautlos. Somit werde ich nicht ständig benachrichtigt, wenn eine Nachricht ins Haus fliegt. Das entspannt sehr! Natürlich bekomme ich auch oft zu hören, dass ich nicht erreicht wurde, oder mich so spät zurück melde. Das ist mir meine Ruhe dennoch wert. Zudem schreibe oder lese ich nicht wenn ich unterwegs bin. Ich finde es eine Unart, nicht mehr am Straßenverkehr, sei es als Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer, beteiligt zu sein. In vielen Selbstverteidigungskursen und bei der Polizei lernen wir das Umfeld wahrzunehmen und aufmerksam zu sein. Wenn ich mich umblicke, dann bin ich froh, dass nicht alles zusammenbricht und schlimme Unfälle passieren, weil einfach kaum mehr Menschen ohne etwas vor den Augen oder auf den Ohren durch die Gegend Schlafwandeln. Selbst im öffentlichen Nahverkehr sehen die Menschen gekonnt auf ihr Tablet, anstatt die schwankende Omi zu registrieren….
    Ein interessantes Thema, mit dem ich mich oft beschäftige, zumal ich in einer Branche arbeite, in der erwartet wird, dass jeder allzeit erreichbar bist.
    Einen schönen entspannten Tag! Esther

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    1. Oh ja Esther, leider, leider ist das so. Ich kann dir da voll und ganz zustimmen, und das ist wirklich schlimm, dass das so ist. Das Miteinander geht dadurch leider verloren. Wie oft schon habe ich Paare im Café beobachtet, die sich Nichts zu sagen haben, und stattdessen nur auf das Handy gucken. Mein Handy steht auch auf stumm. Dieses ganze Gebrumme und Gepiepe nervt mich einfach, allerdings bin ich auch froh, dass es sowas wie WhatsApp gibt. Unsere große Tochter wohnt in Stockholm. Wäre ich damals ausgewandert, hätten meine Eltern mich vielleicht ein, zweimal im Monat gesprochen. Unsere Tochter ist trotz dieser Entfernung sehr nah. Über WhatsApp sehen wir, was es zu essen gibt, das es schneit, einfach alles. Und über FaceTime kann man auch schon mal mit der ganzen Familie zusammen sitzen, auch wenn das nicht so ist. Das ist natürlich nicht so schön wie zusammen zu sein, aber es erleichtert es ein wenig. Es ist schön, dass wir diese Möglichkeiten haben, allerdings sollten wir wissen, wo die Grenze ist. 😊
      Dir auch einen entspannten Tag, Mona

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  5. Du sprichst mir mit Deinem Beitrag aus der Seele. Ich war radikal und habe mich vom Smartphone getrennt, benutze jetzt nur noch ein Handy (so ein Ding mit Tasten 🙂 ), habe feste Zeiten zum Abrufen meiner Mails und ebenfalls feste Zeiten für das Internet. Seit dem ist es sehr viel entspannter bei mir geworden.

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  6. Für mich sind Insta und vor allem Pinterest auch eine Quelle an Kreativität, Inspiration und vielen guten Ideen. Es braucht zwar Zeit, aber es spart auch Geld – ich kaufe kaum noch Zeitschriften. FB hat mich nie interessiert. Aber im Auto, auf dem Weg in oder von der Arbeit, wenn mein Kind etwas erzählt oder wenn ich im Wald laufen gehe, dann ist nichts davon wichtig. Liebe Grüße von Andrea

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    1. Hallo Andrea, leider sehe ich nur zu oft wie kleine Kinder neben ihrer tippenden Mutter hergehen. Sind die Kinder dann in der Schule folgt kurz danach das eigene Handy. Wenn man dann fragt, ob es nicht zu früh für so etwas sei, kommt als Antwort nur, damit man im Notfall erreichbar ist. Kein Gedanke daran, dass ein Notfall genau aus einer Ablenkung durch das Handy passieren könnte. Es sollten mehr Mütter so eine Einstellung wie Du sie hast haben.
      LG Mona

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  7. Was kann schon großartig passieren wenn man nicht gleich auf alles antwortet verärgert sind die Leute ständig auch wenn es ganz andere Dinge betrifft also ganz entspannt bleiben liebste Grüße Mitch

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